Tuesday, August 08, 2006

 

An Island in the Sun



Heute liefere ich meinen Bericht über unseren Ausflug nach Tioman, Malaysia nach. Wie gesagt bin ich eher durch Zufall in den Trip reingerutscht. Eigentlich hatte James von der NUS den Ausflug mit ein paar Studenten von der TU Darmstadt und ein paar Freunden geplant. Am Ende waren wir 12 Austauschstudenten, einer aus München, ein Holländer, ich und der Rest aus Darmstadt. Dazu dann vier Freunde von James und James persönlich.
Meine erste Heldentat für das Wochenende bestand darin, daß ich am Freitag um 5 Uhr erstmal meinen Wecker verschlafen habe. Ich wurde dann um 6 Uhr durch den Anruf vom Martin einem der TU Darmstadt Studenten geweckt, daß das Taxi schon da wäre und wo ich denn bleiben würde. Ich also in aller Eile ein meine Sachen übergeworfen, meinen Rucksack geschnappt und ab zum Treffpunkt. Wir sind dann mit dem Taxi bis zur Malaiischen Grenze. Von ging es dann zuerst mit dem Bus und dann mit dem "Speedboot" weiter. Das "Speedboot" war ein Fährschiff mit zwei Decks und auf den ersten Metern ziemlich lahm. Wir haben dann auf dem oberen Deck gesessen und schon Witze gemacht, das dieses Boot den Namen "Speedboot" nicht so recht verdient. Nachdem wir den Hafen verlassen hatten, nahm der Kahn aber dann doch ganz gut Fahrt auf, so daß wir bei leichtem Seegang auch mal eine paar Gischtspritzer abgekriegt haben. Als die Insel Tioman dann langsam in Sicht kam, musste ich sofort an den Film "Jurassic Park" denken. So ähnlich wie in dem Spielberg Film tauchte die Insel vor uns auf, mit diesen hohen Bergen, dem Dschungel und diesem wirklich blauen Wasser ringsherum. In der Zwischenzeit hatten wir aus dem allwissenden und unersetzlichen Lonely Plant Guidebook auch erfahren, daß die Insel vom Times Magazine einmal zu den zehn schönsten Inseln der Welt gewählt wurde. Das Magazin sollte recht behalten. Die Insel lebt hauptsächlich vom Tourismus, ist aber nicht überlaufen. Unser Quartier in dem Dorf Ayer Batang, oder kurz ABC, waren kleine 2 Personen Bungalows, teilweise direkt am Strand gelegen.
Nach dem Auspacken sind wir auch gleich zum Schwimmen ins Meer gesprungen. Und da bot sich auch schon einer der beeindruckendsten Anblicke der Reise. Im Wasser schwammen hunderte, aber wirklich hunderte von tropischen Fischen, so das man einfach mitten durch sie durchschwimmen konnte. Man hat sich so gefühlt, als wäre man in ein großes Aquarium gesprungen. Wir haben die Fische zusätzlich mit kleinen Brotkrummen angelockt. Teilweise waren dann so viele Fische auf einem Haufen, daß man kaum noch etwas anderes als Fische sehen konnte. Die Fische sind dabei aber unglaublich schnell und beweglich. Auch wenn so viele auf einer Stelle versammelt sind, scheinen kaum Fische zu kollidieren und wenn man mal versucht nach einem zu greifen, hat man keine Chance.
Später sind wir dann mit zwei Taxis (=zwei völlig durchgerostete Minivans) zum örtlichen Flughafen gefahren, um Duty Free Alkohol einzukaufen. Praktischerweise ist der Duty Free Laden einfach neben dem Flughafen, man muss also nicht erst durch die Kontrollen oder so :) So billig es der Alk trotzdem nicht gewesen, eine Dose Bier ca. €0,80. Es gab sogar Becks, doch auf den Rat von James, der die ganze Reise für uns organisiert hat, habe ich dann mal gewagt was neues auszuprobieren: japanisches Bier und koreanischen Wein. Zur Sicherheit habe ich dann noch mal ein Heinecken und Tiger Beer eingepackt. Am Abend haben wir dann nach dem Abendessen lässig am Strand gesessen und die neu erworbenen Getränke getestet. Der Wein war leider unterirdisch schlecht, aber Hauptsache ballert. ;)
Am Samstag waren wir den ganzen Tag mit zwei kleinen Booten unterwegs und haben geschnorchelt. Dazu sind wir zur Coral Island hinübergefahren. Leider sind viele der Korallen vor der Insel tot und sehen jetzt braun und trist aus. An einigen Stellen sieht man aber noch viele bunte und lebendige Korallen, und natürlich auch wieder viele Fische.
Ein echtes Highlight war die Pause an einem der Strände der Insel, den man auch nur der Boot erreichen kann. Wieder fühlt man sich wie im Film. Blaues klares Wasser, weißer Sand und Palmen. Ich denke das Foto oben sagt alles. Unser Bootsmann hat von einem Fischkutter frischen Fisch gekauft und mit eine bisschen gesammelten Holz ein BBQ am Strand veranstaltet. Die Fische mussten vorher ausgenommen werden. Für die Abfälle fanden wir in den auf der Insel lebenden Waranen dankbare Abnehmer. Als Teller für das Fisch BBQ dienten einfach ein Paar große Blätter, die kurz im Meer gespült wurden. Viel naturverbundener kann man eigentlich nicht speisen. Der Fisch war auch wirklich vorzüglich.
Obwohl der Fisch völlig ausgereicht hätte sind wir danach zum Lunch nach Tioman zurückgefahren. Wir sind zu dem Ort Salang im Norden der Insel gefahren. Danach wieder schnorcheln und dann wieder zurück zum ABC zu Abendessen und Bier am Strand trinken. Diese Abende am Strand waren wirklich sehr gediegen. Ein paar von uns konnten sogar neue Bekanntschaften machen.
Am Sonntag waren James und seine Freunde tauchen, was den Rest von uns Zeit gab, die Insel zu Fuß zu erkunden. Es gibt einen Wanderweg quer durch die Insel. Nach einem kurzen Stück auf der Straße findet man sich plötzlich mitten im Dschungel wieder. Wir haben auf dem Weg dann auch überlegt welche Dschungel Filme es so gibt und uns sind echt viele eingefallen, die man dort hätte drehen können: Predator, Mogli, Apocalypse Now,....
Der Weg ist zwar nicht besonders steil, aber die tropische Hitze machte einigen doch zu schaffen, so daß wir drei Stunden brauchten, bis wir die andere Seite erreicht hatten. Nach einer ordentlichen Stärkung und Pause machten sich die besonders tapferen dann zu Fuß auf den Rückweg. Ich und der Rest entschieden uns mit zwei Jeeps zurückzufahren. Was als "Taxifahrt" geplant war, sollte aber eher so eine Art Camel Trophy werden, denn die Straße war einfach eine Urwaldpiste voller Matsch, Felsen und Schlaglöcher. Um so erstaunlicher, daß uns Leute auf kleinen Mofas entgegengekommen sind.
Abends war dann zum letzten mal Essen mit Meerblick und Strand angesagt, denn am nächsten Tag ging es wieder zurück.
Ich kann nur sagen, daß wir alle eine tolle Zeit hatten und jedem empfehlen, mal auf die Insel zu fahren, wenn er in der Gegend ist.

Comments:
Hi Daniel!

Richtig spannend, was Deine erste Inselexkursion so mit sich brachte! Speedbot, karibische Fische, Warane, Camel Trophy und eine traumhafte Landschaft :-)

Mehr Fotos bitte!

Und wenn Du mehr Kommentare willst, wäre es vielleicht gut, anonyme Kommentare zu erlauben, sonst muss man sich erst mal anmelden bei blogger.com (habe ich gerade gemacht).
 
"Einige von uns konnten sogar neue Bekanntschaften schließen". Das ist mal einer der geilsten zweideutigen Sätze, die ich lange gehört habe, Daniel.

Das Du aber auf so eine Insel ohne Kamera fährst ist mal wieder typisch. Ich hoffe, dass passiert Dir net nochmal Meister :)
 
Danke für den Hinweis mit den anonymen Kommentaren. Habe ich gerade geändert.
 
Diese Eintrag war ein paar Tage offline. Ich habe beim editieren leider den halben Eintrag verloren. Ich habe versucht ihn aus dem Gedächnis neu zu schreiben, also bitte nicht wundern, wenn er sich ein bischen verändert hat.
 
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